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Japanrestaurant Suhl

Japanische Küche in der DDR. Die HO-Gaststätte "Waffenschmied" war von 1966 bis 1986 das einzige japanische Restaurant in der DDR. Bis zu zwei Jahre Warten auf einen Tisch ist keine Seltenheit, mit Preisen zwischen 99 und 136,50 DDR-Mark war das eine Monatsmiete für ein Menü - und doch einer der wenigen kunterbunten Tupfer im vielschichtigen Grau der DDR. Nach dem Ende der DDR wurde der "Waffenschmied" abgewickelt und das Gebäude von der Treuhand verkauft.

Der Geist von Rolf Anschütz hat die Zeit überlebt. Basierend auf Interviews mit Rolf Anschütz und Erinnerungen ehemaliger Angestellter und Gäste hat der Filmproduzent Carl Schmitt den Film "Sushi in Suhl" über die Geschichte des Gastronoms und seines "Waffenschmieds" geschaffen.

Japanrestaurant Suhl
© Archiv Stadtbücherei Suhl

Fioretto Berlin

Das einzige italienisch inspirierte Restaurant der DDR befand sich im Ostberliner Stadtteil Köpenick. Eröffnet im April 1987 als Nudelrestaurant, gelang es der Berlinerin Doris Burneleit mit Erfindergeist beispielsweise aus DDR-Edamer eine Art Parmesan-Ersatz zu zaubern.


Mitropa

Vor 100 Jahren wurde die Mitteleuropäische Schlaf- und Speisewagen AG in Berlin gegründet. 1949 eröffnete die Mitropa in Halle das erste Bahnhofsrestaurant. Zum Ende der DDR machten 15.000 Mitropa-Mitarbeiter einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden DDR Mark – auf der Schiene, in hunderten Gaststätten und Kiosken sowie in sechs Hotels.
Wer heute wieder in einem Mitropaspeisewagen einkehren und nostalgisch essen möchte, kann das beispielsweise Am Sportplatz 10 in 39649 Gardelegen (OT Miesterhorst) tun.


MITROPA-Speisewagen
© Clemens T. Kral

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